Den Roman verstecken veröffentlichte ich 2025. Erhältlich ist er bei Thalia als eBook (4,99 €) und bei amazon als eBook (5,- €) und Taschenbuch (9,-€). Das Taschenbuch hat 202 Seiten.


Der Klappentext

 

Nach dem Tod ihres Vaters, einem renommierten Archäologieprofessor, findet Maren Gerner in seiner Wohnung ein Säckchen mit Edelsteinen. Und plötzlich treten Sara Vinandi und Mat Broch in ihr Leben, die angeblich gute Freunde des Vaters waren. Tags darauf begegnet sie im Treppenhaus dem neuen Nachbarn, einem Staatsanwalt, der sie spontan zu sich einlädt. Mit verblüffender Offenheit berichtet er, in der Vergangenheit Opfer eines Gewaltverbrechens geworden zu sein. Zudem fungierte er als Staatsanwalt in einem Prozess gegen Vinandi und Broch. Er warnt Gerner eindringlich vor den beiden. Doch sie plant, Vinandi und Broch eine Falle zu stellen. Denn sie hat den Verdacht, dass die beiden von der Existenz der Steine wissen. Die Aktion endet in einem Desaster. Gerner ist gezwungen, nicht nur ihr Selbstbild, sondern auch die Beziehung zu ihrem Vater zu überdenken.

Die erste Seite
 
Zwei Tage zuvor, auf der Trauerfeier zu Ehren des Vaters, hatte ihr jemand zugeraunt, die eigenen Eltern seien Fremde, über die man nichts Persönliches wisse, oft nicht mal Unpersönliches. Sie erinnerte sich gut an den Bieratem des Gesprächspartners, der ein Cousin zweiten Grades war. Seine These hatte sie innerlich weit von sich gewiesen und den Cousin als einen verbitterten Menschen abgetan. Mittlerweile beurteilte sie seine Aussage differenzierter.
Die Tage seit der Trauerfeier hatte sie damit verbracht, die väterliche Eigentumswohnung auszumisten. Bislang hatte sie nichts gefunden, das auf sie hindeutete, sie, als seine Tochter, auf ihre Existenz oder ihre Wichtigkeit für ihn. Sie hatte keine konkrete Vorstellung davon, was sie zu finden erwartet hatte: einen Kommentar zu ihrem Werdegang oder eine Notiz über die Art der Gefühle, die er ihr entgegenbrachte?
Ihr wurde bewusst, dass die persönlichen Dinge des Vaters – nüchtern betrachtet – sie nichts angingen, sie auch keine Ahnung hatte, auf was oder wen sie sich bezogen. Die Briefe, von ihr fremden Personen an ihn gerichtet, erschienen ihr uninteressant. Seine Tagebücher hatte der Vater ein halbes Jahr vor seinem Tod verbrannt. Von diesem drastischen Schritt hatte er ihr vor einigen Wochen