'Hartleif' habe ich 2020 veröffentlicht. Der Roman ist erhältlich bei Thalia als eBook (2,99€), bei amazon als eBook (5,- €) und Taschenbuch (7,-€). Das Taschenbuch hat 121 Seiten.

Der Klappentext
 
„... denn überall, wo Hartleif auftauchte, tummelte sich ein Heer der immer gleichen Personen.“ In den Sog dieses fremden Lebens, das ihn vor weitreichende Entscheidungen stellt, gerät Paul Herweg, nachdem er zufällig einer ehemaligen Klassenkameradin über den Weg gelaufen war. Sie erzählt vom mysteriösen Verschwinden ihres Ehemannes und der Affäre mit Dr. Hartleif, der sich zum selben Zeitpunkt plötzlich zurückgezogen habe. Paul Herweg mutmaßt einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen. Unter dem Vorwand krank zu sein, sucht er Hartleifs Praxis auf. Dieser unbedachte Schritt lässt ihn in eine ungewisse Zukunft laufen, die Chancen aber auch große Gefahr birgt. 

Die erste Seite

Vor einem dreiviertel Jahr fand ich per Zeitungsinserat einen Teilzeitjob in einer Behörde. Um nicht jeden Tag zwei Stunden mit dem Zug fahren zu müssen, zog ich hierher. Ich erledige Büroarbeit. Mein Job beginnt morgens um neun, und um fünfzehn Uhr kann ich in der Regel nach Hause gehen. Die Arbeit interessiert mich nicht sonderlich, aber sie ist nicht stupide, und meine Kollegen sind nett. Meistens ist es unterhaltsam, mit ihnen die Mittagspause zu verbringen. Nachmittags gehe ich einkaufen, esse und arbeite manchmal bis spät in die Nacht an meinen Texten. Ich schreibe Kurzgeschichten und Romane. Ein abgeschlossener Roman liegt bei mir in der Schublade und wartet auf Veröffentlichung.

An einem kalten, verregneten Augusttag las ich im Büro die Tageszeitung und stieß im Feuilleton auf einen Artikel über den hier ansässigen Verlag Lahm & Draxler. Der Artikel thematisierte die Geschäftspolitik des Verlags im Hinblick auf die Suche nach Autoren. Das kontroverse Interview mit der Cheflektorin enthielt für mich interessante Informationen. Insbesondere ihre Aussagen zum Thema unverlangt eingesandte Manuskripte waren aufschlussreich. Als ich den Namen der Lektorin las, stutzte ich, denn eine Klassenkameradin aus dem Gymnasium hatte genauso geheißen: Lydia Scherman.